Zur Debatte um den Lehramtsstudiengang Wirtschaft-Politik in NRW

Mittwoch, Februar 24, 2021

Dreieinhalb Jahre nach dem Beschluss der NRW-Landesregierung, flächendeckend das Fach Wirtschaft einzuführen, hat das Schulministerium den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Lehramtszugangsverordnung dem Landtag zugehen lassen, mit welcher die Voraussetzungen für die Einrichtung von Studiengängen für das Fach Wirtschaft-Politik geschaffen werden sollen. In § 4 Abs. 2 der Verordnung wird die bisherige Fachbezeichnung „Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft)“ durch die Fachbezeichnung „Wirtschaft-Politik“ „ersetzt“. Dies hat zu einer heftigen Kontroverse geführt, in die sich auch der VÖBAS-Vorstand mit einer Erklärung eingeschaltet hat. Darin heißt es: „Die Konstruktion des Faches Wirtschaft-Politik in NRW […] als Doppel- oder Kombinationsfach mit annähernd gleichen Anteilen der Wissensdomänen Politik und Wirtschaft erfordert eine Lehrerausbildung in Universität und Studienseminar, die exemplarisch an für das künftige Unterrichten bedeutsamen Themen und Problemen einerseits in die disziplintypischen Perspektiven und Methoden der Politik- und Wirtschaftswissenschaft(en) einführt, andererseits Politik und Ökonomie im Sinne echter Interdisziplinarität aufeinander bezieht.“ Sie finden die Erklärung auf dieser Homepage in der Rubrik „Positionen".