Zahlreiche Gäste beim 9. Tag der ökonomischen Bildung in Oldenburg

Montag, März 7, 2016

Geld und Geldpolitik im Fokus

Auf große Resonanz stießen Themen und Referenten des 9. Tags der ökonomischen Bildung, der am 4. März 2016 in der Universität Oldenburg stattfand. 191 Personen, zu über 90 % Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen aus Bremen und Niedersachsen, waren der Einladung des veranstaltenden Verbands Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) gefolgt. Große Beachtung fanden die aktuellen Analysen und Einschätzungen der beiden Hauptreferenten Jens Ulbrich, Leiter des Zentralbereichs Volkswirtschaft der Deutschen Bundesbank, und Folker Hellmeyer, Chefökonom der Bremer Landesbank. Tradition haben die Grußworte von Prof. Dirk Loerwald, Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Universität Oldenburg, und von Ministerialrat Roland Henke vom Niedersächsischen Kultusministerium. Sie stehen einerseits für die langjährige Kooperation mit dem IÖB als universitärem Partner der Veranstaltung und andererseits für den konstruktiv-kritischen Dialog von VÖBAS mit den bildungspolitischen Entscheidern.

Das Themenspektrum der beiden Hauptvorträge und der sechs Workshops spiegelt fast den gesamten Gegenstandsbereich finanzieller Allgemeinbildung: zum einen die einzelwirtschaftlichen Perspektiven auf den Zahlungsverkehr, die Geldanlage auf Konten und in Wertpapiere, die Kreditvergabe und Kreditaufnahme, die Geschäftsbanken und sonstigen Finanzinstitutionen, zum anderen die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven auf Funktionen, Formen und Wert des Geldes wie auch auf Institutionen, Ziele, Instrumente und Wirkungsweisen der Geldpolitik

Angesichts der inhaltlichen und methodischen Herausforderungen solcher Themen kann nach Auffassung von VÖBAS eine nachhaltige Implementierung ökonomischer Bildung im deutschen Schulwesen am besten im Rahmen eines eigenen Schulfaches mit eigenen Curricula, Studien- und Ausbildungsgängen, Lehrwerken und Unterstützungsstrukturen gelingen, wie sie in Niedersachsen für die Haupt-, Real- und Oberschulen bereits realisiert sind. Wenn sich die Politik aber gegen ein eigenes Fach Wirtschaft, sondern für die Verankerung der ökonomischen Bildung in Integrationsfächern entscheide, dann müsse sie unbedingt dafür Sorge tragen, dass erstens die einschlägigen Curricula einen verbindlichen Kernbestand ökonomischer Inhalte und Kompetenzen ausweisen und zweitens die unterrichtenden Lehrkräfte in Studium, Referendariat, Fort- und Weiterbildung hinreichend für diese anspruchsvolle Aufgabe qualifiziert werden.

Eine Tagungsdokumentation wird sukzessive teils im öffentlichen Teil dieser Homepage (in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung Niedersachsen / Bremen“), teils im passwortgeschützten Mitgliederbereich hochgeladen. Siehe auch den Bericht der "Nordwest-Zeitung" unter „Aktuelles / Presse“.

Der 10.  Tag der ökonomischen Bildung findet am 17. März 2017 erneut in der Universität Oldenburg statt. Thema: Migration und Integration als Herausforderung für die ökonomische Bildung (Arbeitstitel).