Die Grundidee der EU vermitteln - Bericht über ein Seminar

Samstag, Oktober 15, 2016

Die gemeinsamen Seminare von VÖBAS und Europäischer Akademie Berlin können inzwischen auf eine kleine Tradition zurückblicken: Nach den europäisch-chinesischen und den europäisch-russischen Beziehungen (2013 und 2014) thematisierte die vom Auswärtigen Amt geförderte Tagung vom 2. bis zum 5. September 2016 die „Zukunft der Europäischen Union“. Zusammen mit Ökonomen, Politikwissenschaftlern, Journalisten, Bildungsexperten und Politikern erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur die Krise des europäischen Integrationsprozesses, sondern auch die Frage, wie der Zusammenhalt in der EU bewahrt werden könnte. Sie waren sich einig, dass wir uns wieder auf die politische und die ökonomische Grundidee der europäischen Integration besinnen müssen, dass nämlich die großen Fragen von Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle nicht mehr national, sondern nur noch europäisch und global gelöst werden können. Zwar beruhe der Zusammenhalt in Europa wesentlich auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, aber auch auf einem Gefühl der Zusammengehörigkeit, das nicht zuletzt in gemeinsamen Traditionen und geschichtlichen Erfahrungen wurzele. „Europa“ dürfe keine isolierte Unterrichtseinheit am Ende der Schulzeit sein, sondern müsse im Gesamtcurriculum verankert sein. Für die ökonomische Bildung bedeute das, bei allen gängigen Unterrichtsthemen die europäische Dimension mitzudenken, z.B. bei den Fragen des privaten Konsums etwa den europäischen Verbraucherschutz, bei den Fragen der Produktion und der Arbeitsbeziehungen etwa die Freizügigkeit der Erwerbstätigen, bei den Fragen der Wirtschaftspolitik etwa die Rolle der EU in der Wettbewerbs- und Strukturpolitik, bei den Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen etwa die Zuständigkeit der EU für die Außenhandelspolitik usw. Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik „Seminare 2016“.