Aktuelles

In dieser Rubrik finden Sie in chronologischer Reihenfolge Erklärungen, Beschlüsse, Mitteilungen von VÖBAS e.V. zu Fragen der ökonomischen Bildung

Tage der ökonomischen Bildung 2018 in Münster und Oldenburg

Dienstag, Oktober 31, 2017

Die Ministerin kommt – 5. Tag der ökonomischen Bildung NRW am 14.3.2018 in Münster
Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung, hat zugesagt, beim 5. Tag der ökonomischen Bildung NRW am Mittwoch, dem 14.3.2018, in der Universität Münster ihre Überlegungen für ein Fach Wirtschaft an allen allgemein bildenden Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen vorzustellen. Vor dem Auftritt der Ministerin werden wir in Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden mit Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schule Ziele, Inhalte, Methoden und Gelingensbedingungen des Faches Wirtschaft erörtern. Ein detailliertes Programm erscheint in Kürze.
Europa im Fokus - 11. Tag der ökonomischen Bildung für Bremen und Niedersachsen am 9.3.2018 in Oldenburg
"Europa zwischen Krise und Aufbruch" lautet das Thema des niedersächsisch-bremischen Tags der ökonomischen Bildung am Freitag, dem 9.3.2018, in der Universität Oldenburg. Nach dem Fachvortrag von Dr. Barbara Lippert, Forschungsdirektorin der renommierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und ausgewiesene Europaexpertin, zum Thema „Der Brexit und die Zukunft der Europäischen Union“ werden wir parallel ein bildungspolitisches Forum zur Berufs- und Studienorientierung und zum neuen Oberstufencurriculum für das Fach Politik-Wirtschaft in Niedersachsen sowie ausgewählte Workshops aus dem Nachmittagsprogramm anbieten. Und am Nachmittag werden wir in mindestens vier Workshops für verschiedene Schul- und Niveaustufen die Bedeutung der EU im Alltag, Probleme und Perspektiven der Eurozone, den Brexit und die Herausforderung Europas durch den Aufstieg Chinas zur Welt(handels)macht vertiefen und für den Unterricht aufbereiten. Mehr dazu in Kürze auf dieser Seite.

Europa-Seminar am 12. - 14. November 2017 in Berlin - jetzt anmelden

Dienstag, Oktober 31, 2017

Perspektiven für die Zukunft der EU
Seminar der Europäischen Akademie Berlin (EAB) in Zusammenarbeit mit dem VÖBAS e.V. vom 12. bis zum 14. November 2017 in Berlin
Sechzig Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge befindet sich die Europäische Union in einer Phase ständiger Krisen, die vielfältige Fragen aufwerfen: Welchen Kurs soll die Europäische Union einschlagen und wie soll ihre Zukunft gestaltet werden? Wie positionieren sich die Krisenländer in Südeuropa und die eher skeptischen Mitgliedstaaten in Osteuropa hinsichtlich weiterer Integrationsschritte? Bildet sich eine neue transeuropäische Zivilgesellschaft heraus, die die gemeinsamen Werte verteidigt? Wie können besonders junge Menschen aktiviert werden, sich dafür einzusetzen? Diesen Fragen wollen wir mit prominenten Referenten nachgehen, beispielsweise mit dem früheren Brüssel-Korrespondenten der ARD Wolf-Dieter Krause, der Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann, dem Mitgründer von „Pulse of Europe“ Alexander Knigge, Vertretern der Bundesbank, des DIHK, des DGB und des Europäischen Parlaments. Zum Programm des vom Auswärtigen Amt unterstützten Seminars gehört auch ein Besuch im Deutschen Bundestag.
Mehr Informationen zum Programm und den Teilnahmebedingungen unter http://www.eab-berlin.eu/event/perspektiven-fuer-die-zukunft-der-eu/
Elektronisches Anmeldeformular: http://www.eab-berlin.eu/event/perspektiven-fuer-die-zukunft-der-eu/#eve...

Schulfach Wirtschaft in NRW –VÖBAS nimmt Stellung

Donnerstag, Juni 22, 2017

Schulfach Wirtschaft in NRW –VÖBAS nimmt Stellung

In ihrem „Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017-2022“ haben CDU und FDP ihre Absicht bekundet, „an allen weiterführenden Schulen das Schulfach Wirtschaft zu etablieren, in dem unter anderem Kenntnisse unserer Wirtschaftsordnung ebenso wie Aspekte der Verbraucherbildung vermittelt werden“ sollen. Zur Begründung heißt es: „Wir wollen Schülerinnen und Schüler besser auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereiten. Ökonomische Bildung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung.“

Der seit einigen Jahren auch in NRW aktive Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) begrüßt und unterstützt dieses Vorhaben, das ein Grundanliegen der in unserem Verein zusammengeschlossenen Lehrerinnen und Lehrer aufgreift. Insbesondere finden wir es konzeptionell richtig, dass die Verbraucherbildung, die im Kern eine Aufgabe der ökonomischen Bildung ist, Bestandteil des Faches Wirtschaft sein soll. (Siehe unsere Stellungnahme zur Rahmenvorgabe „Verbraucherbildung in Schule“). Wir regen darüber hinaus an, die Berufs- und Studienorientierung (BOS) fest in den Curricula des Faches Wirtschaft zu verankern, da wesentliche Themen und Inhalte der BOS klassische Gegenstände der ökonomischen Bildung sind.

Damit das ambitionierte Vorhaben einer fachlich verankerten ökonomischen Bildung für alle Schülerinnen und Schüler im Lande Nordrhein-Westfalen gelingen kann, sind nach unserer Erfahrung und Überzeugung folgende Schritte unabdingbar:

  1. Schnellstmögliche Einrichtung eigener Lehramtsstudiengänge für das Fach Wirtschaft an nordrhein-westfälischen Hochschulen, weil ohne eine fachwissenschaftlich und fachdidaktisch qualifizierte Lehrerschaft der Anspruch des Faches verspielt werden könnte.
  2. Für die Übergangszeit Etablierung eines Systems von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen nach dem Präsenz- und Onlinephasen verbindenden Konzept des „Blended e-learning“, weil die Gewinnung von Lehrkräften durch eine grundständige Ausbildung an Hochschulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung einen zu langen Zeitraum in Anspruch nehmen würde.
  3. Zügige Entwicklung von Kerncurricula für das Schulfach Wirtschaft an den verschiedenen Schulformen und Schulstufen, die den Lehrkräften Orientierung und Verhaltenssicherheit bei der unterrichtlichen Realisierung gewähren.

Wir begrüßen außerdem den Willen der Koalitionäre, zur Ausgestaltung des neuen Faches „auf bereits bestehende Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen wie auch aus anderen Bundesländern zurückzugreifen und schulische, außerschulische sowie wissenschaftliche Expertise einzubinden“. In der Tat müssen nicht alle didaktischen Räder neu erfunden werden. Es sollte unbedingt vermieden werden, dass die zentralen Anliegen des neuen Faches in endlosen Gremienprozessen zerredet werden.

VÖBAS-Mitglieder haben in den Schulen und in der Lehrerfortbildung engagiert an dem von der Vorgängerregierung leider eingestellten Modellversuch „Wirtschaft an Realschulen“ mitgewirkt. Wir sind gerne bereit, die dabei gewonnenen Einsichten und Erfahrungen in die Konzipierung und Implementation des Faches Wirtschaft einzubringen. (Siehe dazu auch unser Memorandum „Wirtschaft an Realschulen – Ökonomische Bildung braucht ein Fach“)

22. Juni 2017, der erweiterte Vorstand des VÖBAS e.V.

Geschäftsstelle: VÖBAS e.V., Blumenstraße 19, 26121 Oldenburg
Email: info@voebas.de Homepage www.voebas.de

Ehrenmitgliedschaft für Hans Kaminski

Freitag, Mai 19, 2017

Ehrenmitgliedschaft für Hans Kaminski
Am 16.5.2017 verlieh der VÖBAS e.V. in einer kleinen Feier dem Gründer und Leiter des IÖB Oldenburg Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski für seine außerordentlichen Verdienste um die ökonomische Bildung die Ehrenmitgliedschaft. In seiner Laudatio betonte der geschäftsführende VÖBAS-Vorstand, Hans Kaminski habe mit unzähligen Publikationen, Projekten und Initiativen viel getan und viel erreicht, den von ihm beschriebenen „fachdidaktischen Armutskreislauf“ der ökonomischen Bildung (kein Fach – keine fachliche Ausbildung – kein fachlich fundierter Unterricht) zu durchbrechen: Mitgestaltung der politischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräfte, Entwicklung, Bereitstellung von Medien, Materialien und Konzepten für den Unterricht, Erforschung der Bedingungen, Prozesse und Resultate ökonomischer Bildung. Ohne sein jahrzehntelanges Engagement gäbe es VÖBAS nicht, denn ursprünglich sei der Verein aus einem von ihm initiierten, konzipierten und geleiteten Weiterbildungskurs für das Wahlfach Wirtschaftslehre an niedersächsischen Gymnasien hervorgegangen. Bis zum heutigen Tag habe er die Arbeit von VÖBAS konstruktiv-kritisch mit Rat und Tat begleitet.  Einen kurzen Zeitungsbericht und die vollständige Laudatio finden Sie hier.

Erfolgreiche Tage der ökonomischen Bildung 2017 in Münster und Oldenburg

Mittwoch, März 22, 2017

„Migration und Integration“ war das gemeinsame Thema der beiden Tage der ökonomischen Bildung in Münster und Oldenburg, die der Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) e.V. in Kooperation mit den jeweiligen Instituten der Ökonomischen Bildung durchführte. Der 4. Tag der ökonomischen Bildung am 7.3.2017 in Münster mit rund 70 Lehrkräften und Studierenden aus NRW wurde mit dem Vortrag des Bremer Politikwissenschaftlers Dr. Stefan Luft zu „Ursachen und Folgen von Migration und Flucht in der Perspektive der ökonomischen Migrationstheorie“ eröffnet, an den sich eine lebhaft geführte Podiumsdiskussion mit dem Referenten sowie Erik Freedman von der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren für NRW (LaKi), Stefan Metzger vom Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen und Julia Rösmann von der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster anschloss. In den nachmittäglichen Workshops referierten Prof. Dr. Rudolf Schröder von der Universität Oldenburg über „Berufsorientierung in der Einwanderungsgesellschaft“ und Dr. Karl-Josef Burkard (Oldenburg) über „Migration und Integration als Thema im politisch-ökonomischen Unterricht der Sekundarstufen I und II“. Jeweils ein „Marktplatz“ mit Ständen von Schulbuchverlagen und zivilgesellschaftlichen Initiativen komplettierte die beiden Tage der ökonomischen Bildung in Münster und Oldenburg. Der 5. Tag der ökonomischen Bildung für NRW wird am 27.2.2018 wieder in der Universität Münster stattfinden. Einen ausführlichen Tagungsbericht und eine kleine Tagungsdokumentation finden Sie hier.
 
Der 10. Tag der ökonomischen Bildung am 17.3.2017 in Oldenburg für Niedersachsen und Bremen fand mit rund 160 Teilnehmern eine ähnlich große Resonanz wie frühere Tagungen. Nach der Einführungsrede des VÖBAS-Vorsitzenden Kajo Burkard und den Ausführungen von Prof. Dr. Dirk Loerwald zu aktuellen Projekten des IÖB Oldenburg verwies Astrid Weist vom Niedersächsischen Kultusministerium auf die Bedeutung der Sprache als Schlüsselkompetenz für schulischen und beruflichen Erfolg. Deshalb arbeite man an Konzepten für einen sprachsensiblen Fachunterricht, um die Ausbildungs- und Studierfähigkeit der Schulabgänger mit Migrationshintergrund zu gewährleisten. Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück über „Historische Perspektiven und aktuelle Herausforderungen von Migration und Integration“. Er wies darauf hin, dass entgegen einer verbreiteten Meinung das Niveau der globalen Migration in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend konstant geblieben sei. Als einen Grund, weshalb Deutschland 2015/16 Ziel globaler Fluchtbewegungen geworden ist, nannte er insbesondere die positiven Zukunftserwartungen, mit denen die Schutzsuchenden die Bundesrepublik verbinden. - Zusammen mit Jochen Oltmer und Dirk Loerwald diskutierten in der anschließenden Podiumsdiskussion Heiner Paffenholz, Fachkräfteberater und Flüchtlingskoordinator der Oldenburgischen IHK, Frank Sänger, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, sowie Matthias Welp, Leiter des Amtes für Schule und Bildung der Stadt Oldenburg, über Ansatzpunkte zur besseren Integration von Migranten in das Bildungs- und Beschäftigungssystem. - Fünf unterrichtsbezogene Workshops schlossen die Tagung ab: Berufsorientierung in der Einwanderungsgesellschaft; Integration von Migranten und Geflüchteten in Ausbildung und Beruf. Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag; Migration und Integration als Thema im politisch-ökonomischen Unterricht; Asylrecht, Ausländerrecht, Migrationsrecht – systematischer Überblick und Fallbeispiele; Mehr als Dönerbude & Co: Unternehmer mit Migrationshintergrund in Deutschland. Der 11. Tag der ökonomischen Bildung für Bremen und Niedersachsen wird am 9.3.2018 wieder in der Universität Oldenburg stattfinden. Eine umfangreiche Tagungsdokumentation mit Berichten, Tagungsunterlagen und Präsentationen finden Sie hier.

Zerrbilder statt Kritik - Stellungnahme zur Polemik gegen die ökonomische Bildung

Sonntag, Januar 22, 2017

In einer umfangreichen Stellungnahme weist der erweiterte Vorstand des VÖBAS e.V. die in der Dezemberausgabe 2016 der GEW-Zeitschrift „Erziehung und Wissenschaft“ (E&W) verbreiteten Zerrbilder der ökonomischen Bildung entschieden zurück. Als höchst polemisch und unfair und einer sachlichen Auseinandersetzung abträglich empfunden wird die in den Artikeln teils explizit, teils implizit vorgenommene Gleichsetzung der jahrzehntelangen Bemühungen um die Implementation des wirtschaftlichen Lern- und Handlungsfeldes in das Fächerspektrum aller allgemein bildenden Schulen mit einigen in der Tat inakzeptablen Formen lobbyistischer Einflussnahme auf Schule. Anders als von den Autoren unterstellt verstehen die im VÖBAS e.V. organisierten Lehrkräfte ökonomische Bildung als integralen Bestandteil allgemeiner Bildung, ohne welche die Komplexität moderner Wirtschaftsgesellschaften undurchschaubar bleibt. Nicht Verklärung bestehender Verhältnisse, wie in einem der Beiträge behauptet, sondern Aufklärung über ökonomische Strukturen, Interdependenzen und Probleme sei das Kernanliegen von Wirtschaftsunterricht. Die volle Stellungnahme finden Sie hier.

Wie schaffen wir das? 4. Tag der ökon. Bildung am 7.3.2017 in Münster

Mittwoch, November 30, 2016

Die letzten Notunterkünfte werden wohl bald geräumt sein. Aber die größeren Herausforderungen stehen noch bevor: die Eingliederung der längst Eingewanderten und der erst kürzlich nach Deutschland Geflüchteten in das Bildungs-, Beschäftigungs- und Gesellschaftssystem. Die damit verbundenen Fragen beschäftigen insbesondere Lehrkräfte, die Kinder, Jugendliche und Heranwachsende auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft begleiten.
Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Münster und der von Lehrkräften gegründete und getragene Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) e.V. haben daher für den 4. Tag der ökonomischen Bildung, der am Dienstag, dem 7. März 2017, von 9.00 Uhr bis 15.15 Uhr in den Räumen der Universität Münster (Scharnhorststraße 100) stattfinden wird, das Thema „Migration und Integration als Herausforderung für die ökonomische Bildung“ gewählt.
Die Tagungsthematik wird zunächst von PD Dr. Stefan Luft, Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen, fachlich umrissen und anschließend in einer Podiumsdiskussion mit Repräsentanten aus Wissenschaft, Arbeitsagentur, Verwaltung und Wirtschaft erörtert werden. In praxisbezogenen Workshops werden einzelne Aspekte didaktisch und methodisch konkretisiert und vertieft: Berufsorientierung in der Einwanderungsgesellschaft, Migration und Integration als Thema im politisch-ökonomischen Unterricht der Sekundarstufen I und II, Europäisches Asyl- und Flüchtlingspolitik im Planspiel.
Diese Tagung ist eine vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW anerkannte „Fortbildungsveranstaltung freier Träger”.
Das detaillierte Tagungsprogramm mit Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier.

Stellungnahme zur NRW-Rahmenvorgabe Verbraucherbildung

Freitag, November 25, 2016

Im Rahmen der Verbändebeteiligung hat der erweiterte Vorstand des VÖBAS e.V. zur nordrhein-westfälischen Rahmenvorgabe „Verbraucherbildung in Schule – Primarstufe und Sekundarstufe I“ Stellung genommen. In der Erklärung heißt es u.a.: "Als Verband, der sich bundesweit für die Förderung und Etablierung der ökonomischen Bildung im allgemein bildenden Schulwesen einsetzt, teilen wir die Grundintention der Rahmenvorgabe, schulform- und bildungsgangübergreifend zur Herausbildung eines verantwortungsbewussten, reflektierten und selbstbestimmten Konsumverhaltens beizutragen, das sich in den Handlungsfeldern Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht, Ernährung und Gesundheit, Medien und Information sowie nachhaltiger Konsum und Globalisierung zu bewähren hat. Aufgrund jahrzehntelanger praktischer Erfahrungen mit fächerübergreifenden Querschnittsaufgaben (z.B. Gesundheitserziehung, Umweltbildung, Verkehrserziehung etc.) stellen wir aber den von Nordrhein-Westfalen gewählten Weg in Frage, Verbraucherbildung in der Schule primär als Summe der Beiträge einzelner Leitfächer, Fächer, fachübergreifender Vorhaben, außerunterrichtlicher Projekte und außerschulischer Praxiskontakte zu realisieren. Die Verteilung der Verbraucherbildung auf eine Vielzahl von Fächern, die im Idealfall in fächerübergreifenden Projekten zusammenwirken, überfordert aufgrund der sehr unterschiedlichen fachspezifischen Zugänge und des enormen koordinativ-organisatorischen Aufwands vor allem im Sekundarbereich I Lehrende wie Lernende."
Den vollen Wortlaut der Erklärung finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik "Positionen".

17. März 2017: 10. Tag der Ökonomischen Bildung in Oldenburg zum Thema "Migration und Integration"

Mittwoch, November 16, 2016

Das Thema „Migration und Integration“ ist ein bedeutsamer Gegenstand des Unterrichts, eine Herausforderung für das pädagogische Handeln in den zunehmend „globalisierten“ Klassenzimmern und als eine wichtige Aufgabe der Berufsorientierung.
Der Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen VÖBAS e. V. lädt daher für Freitag, den 17.3.2017, von 9.15 Uhr bis 15.30 Uhr Lehrkräfte aller ökonomisch bildenden Fächer zum 10. Tag der ökonomischen Bildung in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ein, der fachliche Fortbildung und fachpolitische Diskussion mit unterrichtspraktischen Anregungen verbindet.Den einführenden Fachvortrag zum Thema “Migration und Integration. Historische Perspektiven und aktuelle Herausforderungen“ hält Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Daran schließt sich eine Podiumsdiskussion an, in welcher mit Experten aus Hochschule, Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer und Kommunalpolitik aktuelle Fragen der Integration der Migranten und Geflüchteten in das Bildungs- und Beschäftigungssystem erörtert werden.
Am Nachmittag wird die Tagungsthematik in fünf praxis- und unterrichtsbezogenen Workshops konkretisiert und vertieft:

  • „Berufsorientierung in der Einwanderungsgesellschaft
  • „Die Integration von Migranten und Geflüchteten in Ausbildung und Beruf. Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag“
  • „Migration und Integration als Thema im politisch-ökonomischen Unterricht“
  • „Asylrecht, Ausländerrecht, Migrationsrecht – systematischer Überblick und Fallbeispiele“
  • „Mehr als Dönerbude & Co: Migrantische Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland“

Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Die Grundidee der EU vermitteln - Bericht über ein Seminar

Samstag, Oktober 15, 2016

Die gemeinsamen Seminare von VÖBAS und Europäischer Akademie Berlin können inzwischen auf eine kleine Tradition zurückblicken: Nach den europäisch-chinesischen und den europäisch-russischen Beziehungen (2013 und 2014) thematisierte die vom Auswärtigen Amt geförderte Tagung vom 2. bis zum 5. September 2016 die „Zukunft der Europäischen Union“. Zusammen mit Ökonomen, Politikwissenschaftlern, Journalisten, Bildungsexperten und Politikern erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur die Krise des europäischen Integrationsprozesses, sondern auch die Frage, wie der Zusammenhalt in der EU bewahrt werden könnte. Sie waren sich einig, dass wir uns wieder auf die politische und die ökonomische Grundidee der europäischen Integration besinnen müssen, dass nämlich die großen Fragen von Frieden, Freiheit und Wohlstand für alle nicht mehr national, sondern nur noch europäisch und global gelöst werden können. Zwar beruhe der Zusammenhalt in Europa wesentlich auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, aber auch auf einem Gefühl der Zusammengehörigkeit, das nicht zuletzt in gemeinsamen Traditionen und geschichtlichen Erfahrungen wurzele. „Europa“ dürfe keine isolierte Unterrichtseinheit am Ende der Schulzeit sein, sondern müsse im Gesamtcurriculum verankert sein. Für die ökonomische Bildung bedeute das, bei allen gängigen Unterrichtsthemen die europäische Dimension mitzudenken, z.B. bei den Fragen des privaten Konsums etwa den europäischen Verbraucherschutz, bei den Fragen der Produktion und der Arbeitsbeziehungen etwa die Freizügigkeit der Erwerbstätigen, bei den Fragen der Wirtschaftspolitik etwa die Rolle der EU in der Wettbewerbs- und Strukturpolitik, bei den Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen etwa die Zuständigkeit der EU für die Außenhandelspolitik usw. Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik „Seminare 2016“.

VÖBAS nimmt Stellung zur Berufsorientierung in Niedersachsen

Freitag, Oktober 14, 2016

Eine aus Lehrkräften verschiedener Schulformen gebildete Kommission des Niedersächsischen Kultusministeriums hat ein als „Musterkonzept“ bezeichnetes Arbeitspapier zur Berufs- und Studienorientierung entwickelt. Nach der Freigabe des Konzeptes wird der bestehende Erlass zur Berufsorientierung überarbeitet und voraussichtlich zum 1.8.2017 in Kraft gesetzt werden. VÖBAS teilt die grundsätzlichen Zielsetzungen des Ministeriums, gibt aber in einer ausführlichen Stellungnahme zu bedenken, dass die besondere Rolle der Fächer der ökonomischen Bildung (Wirtschaft, Politik-Wirtschaft, AWT) für die Berufs- und Studienorientierung in diesem Konzept nicht angemessen berücksichtigt sei: „In den Kerncurricula dieser Fächer sind für die Berufs-und Studienorientierung höchst bedeutsame Inhalte verankert, zum Beispiel die Bedeutung der Erwerbstätigkeit für die Existenzsicherung der Individuen wie der Gesellschaft, die Gestaltung der Arbeitsbeziehungen auf individueller, betrieblicher, gesellschaftlicher Ebene, die Erscheinungsformen, treibenden Kräfte und Auswirkungen des betrieblichen und sozialen Strukturwandels unter den Bedingungen von Digitalisierung und Globalisierung, die Entwicklung des Beschäftigungssystems und der Arbeitsmärkte usw.“ Die vollständige Stellungnahme ist auf dieser Homepage in der Rubrik „Positionen“ nachzulesen.

Geld und Geldpolitik – Fortbildung am 26.9.2016 in Wunstorf

Mittwoch, August 31, 2016

„Geld und Geldpolitik im Unterricht der Sekundarstufen I und II“
Die Evangelische IGS Wunstorf und der Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS) e.V. laden für Montag, den 26. September 2016, von 15.15 bis 18.00 Uhr Lehrkräfte der Fächer AWT, Wirtschaft, Politik-Wirtschaft und Wirtschaftslehre im Großraum Hannover zu einer Fortbildung zum Thema „Geld und Geldpolitik im Unterricht der Sekundarstufen I und II“ ein. Die Veranstaltung findet in der Außenstelle der Evangelischen IGS Wunstorf statt: Luther Weg 50, 31515 Wunstorf, Eingang rechts vom Gebäude.
Die Veranstaltung gliedert sich in einen fachlichen und einen unterrichtspraktischen Teil: Im ersten Teil werden Dirk Gerlach und Julia von Borstel (Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt) zum Thema "Wann endet die Geldflut? Die EZB im Krisenmodus" referieren. Im zweiten Teil wird Dr. Karl-Josef Burkard (Oldenburg) unter dem Thema „Didaktisch-methodische Anregungen und Materialien für die praktische Umsetzung des Themas `Geld und Geldpolitik´ im Unterricht der ökonomisch bildenden Fächer"  an ausgewählten Unterrichtsbeispielen aufzeigen, wie Schülerinnen und Schüler ausgehend von konkreten Alltagserfahrungen ein Grundverständnis für aktuelle Fragen der Geldpolitik entwickeln können.
Anmeldung bis zum 21.9.2016 an das Sekretariat der Evangelischen IGS Wunstorf: 05031/940111 oder info@igs-wunstorf.de

Nach dem „Brexit“ – Seminar zur Zukunft der EU vom 2.-5.9.2016 in Berlin

Mittwoch, Juli 27, 2016

Die Europäische Akademie Berlin (EAB) und der Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen VÖBAS e.V. laden gemeinsam zu einem dreitägigen Seminar vom 2. bis zum 5. September 2016 in Berlin ein: „Die Zukunft der Europäischen Union. Was auf dem Spiel steht und wie der Zusammenhalt in der EU bewahrt werden könnte“.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des bevorstehenden Ausscheidens Großbritanniens aus der EU soll im Seminar der Frage nachgegangen werden, wie aus dem auf wirtschaftlicher und politischer Integration basierenden Friedensprojekt Europa ein Zweckverband werden konnte, in dem nationale Interessen den Vorrang vor Gemeinschaftsinteressen gewinnen  konnten. Welche Rolle spielen dabei ökonomische Ungleichgewichte und wirtschaftspolitische Divergenzen in einem nicht optimalen Währungsraum? Haben die Krisen der vergangenen Jahre (Finanz- und Wirtschaftskrise, Staatsschuldenkrise, Migrationskrise etc.) Zentrifugalkräfte in Gang gesetzt, die eine Spaltung der Union in Nord und Süd und Ost und West antreiben und wie kann der Vertrauensverlust in die EU überwunden werden? Schließlich geht es um Lösungen: Brauchen wir eine Vertiefung der Integration oder liegt die Lösung in einem Rückbau der EU? Wie kann der Zusammenhalt in Europa bewahrt werden?

Für die Veranstaltung konnten renommierte Referenten aus Wissenschaft, Publizistik und Politik gewonnen werden, z.B. die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Heike Joebges, der Politikwissenschaftler und Leiter der EAB Prof. Dr. Eckardt D. Stratenschulte, der Wirtschaftsdidaktiker und Direktor des IÖB Oldenburg Prof. Dr. Hans Kaminski, der bekannte Wirtschaftsjournalist Marc Schieritz von der Wochenzeitung „Die Zeit“, Experten der Bertelsmann Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Stiftung Wissenschaft und Politik sowie der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Heribert Hirte.

Das vollständige Programm mit Angaben zu Kosten und Anreise- und Anmeldemodalitäten finden Sie unter http://www.eab-berlin.eu/aktivitaeten/veranstaltungen-der-eab/page/2/


Anmeldung bis zum 10.8.2016 unter http://www.eab-berlin.eu/event/die-zukunft-der-europaeischen-u/#event-booking-form oder telefonisch unter 030-89 59 51 25

Neuer VÖBAS-Vorstand gewählt

Freitag, April 22, 2016

Die Mitgliederversammlung des VÖBAS e.V. wählte am 4. März 2016 einen neuen Vorstand, dessen Zusammensetzung recht exakt die professionelle und regionale Struktur der Vereinsmitglieder widerspiegelt. Ihm gehören Real-, Ober-, Gesamtschul- und Gymnasiallehrer/innen unterschiedlichen Alters aus allen Regionen Niedersachsens, aus Bremen und aus NRW mit den Fächern Wirtschaft, Wirtschaftslehre, Politik-Wirtschaft, Sozialwissenschaften, AWT und WAT an. Den geschäftsführenden Vorstand bilden Dr. Karl-Josef Burkard (Studiendirektor a.D. und Lehrbeauftragter an der Universität Oldenburg) als Vorsitzender, Doreen Makuschewitz vom Gymnasium Horn in Bremen als stellvertretende Vorsitzende, Karin Benecke von der IGS Flötenteich in Oldenburg als Schriftführerin und Ludger Hillmann vom Alten Gymnasium Oldenburg als Kassenwart. Weitere Mitglieder des Vorstands (Beisitzerinnen und Beisitzer) sind Jörn Beineke (Cäcilienschule Oldenburg), Birgit Hahne-Stiegelbauer (Maria-Sibylla-Merian-Realschule Raesfeld), Karolin Mellert (Technisches Bildungszentrum Mitte in Bremen), Jannes Müller (Ev. IGS Wunstorf), Denis Mujkanovic (Oberschule Nordenham), Okke Schneemann (Gymnasium Oedeme in Lüneburg), Dieter Peters (Ltd. Regierungsschuldirektor a. D. aus Münster), Ben Thustek (Eichsfeld Gymnasium Duderstadt), Monika Willebrand-Herweg (Fürstenberg-Realschule Recke) und Uta Würdemann (Gymnasium Oedeme in Lüneburg).

Kontroverse TTIP-Debatte beim 3. Tag der ökonomischen Bildung in Münster

Freitag, März 18, 2016

Aktuelle Probleme der Weltwirtschaft standen im Zentrum des 3. Tags der ökonomischen Bildung NRW, zu dem am 10. März 2016 über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung des VÖBAS e.V. und des gastgebenden IÖB Münster zusammengekommen waren. Auf den Fachvortrag von Prof. Dr. Thomas Apolte (Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung an der Universität Münster) zum Tagungsthema „Wohlstand durch Welthandel?“ folgte eine Podiumsdiskussion, in der Dr. Stefan Leibold (attac-Münster), Antonia Kühn (DGB Bezirk NRW) und Michael Radau (Vorstandsvorsitzender der SuperBioMarkt AG) und Professor Apolte kontrovers die Frage „Was bringt uns die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)?“erörterten. Großen Anklang fanden die unterrichtsbezogenen Workshops zu „TTIP aus globaler Perspektive“, „Chinas Aufstieg in der Weltwirtschaft“ und „Möglichkeiten und Grenzen ethischen Konsums“. Ein ausführlicher Tagungsbericht und Workshopmaterialien finden sich auf dieser Homepage in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung NRW 2016“.